Das wird jetzt kein Tech-Hype, sondern ein ehrlicher Einblick, wie KI-Tools unseren Arbeitsalltag verändert haben.

Irgendwann im letzten Jahr haben wir aufgehört, über KI zu diskutieren. Denn wir haben einfach angefangen, sie zu testen. Nicht jede*r im Team aus Überzeugung, sondern aus Neugier und weil wir natürlich mitreden wollten. Und aus diesem Gedanken heraus entstand dann unsere Herangehensweise: Wenn sich etwas so rasant entwickelt, kann man nicht einfach daneben stehen und zuschauen.

Was seither bei uns in der Agentur passiert ist: Es gibt keine Angst um Arbeitsplätze, kein „jetzt können Maschinen alles übernehmen". Es ist ein langsamer, spürbarer Wandel im Team. Was hat sich also geändert? Wir recherchieren, wir bereiten uns anders vor, wir bereiten Meetings anders nach und wir entwickeln Ideen teilweise anders. Und genau deshalb möchten wir euch ehrlich mitnehmen, was das Thema KI im Unternehmen mit uns gemacht hat.

Warum wir überhaupt darüber reden

Weil es uns auffällt, dass viele noch nicht so offen über den Einsatz von Tools im eigenen Unternehmen sprechen. KI-Tools sind aber heute genauso wichtig wie ein gutes Briefing oder ein funktionierendes Projektmanagement-Tool.

In Gesprächen mit unseren Kund*innen hören wir immer die gleichen Fragen: Was macht ihr damit eigentlich? Kann ich euch noch vertrauen, wenn KI mitschreibt oder bei Aufgaben mithilft? Und vor allem: Sollten wir das auch einsetzen? Deshalb haben wir uns entschieden, einfach offen zu sein. Ihr werdet von uns also immer erfahren, was wir mit KI tun oder was auch bewusst nicht.

So sieht unser KI-Einsatz in der Beratung aus

Wir haben uns in der Beratung bewusst auf wenige Tools konzentriert, die wir kennen und regelmäßig nutzen. Wir bleiben dabei dennoch offen und testen Neues aus. Denn sollte sich ein besseres Tool herauskristallisieren, setzen wir es gerne ein oder tauschen es aus.

Aufnahme & Transkription

Plaud läuft bei uns in Kundengesprächen und internen Meetings mit. Das Ergebnis: Wir können voll präsent sein, ohne gleichzeitig mitschreiben zu müssen. Die Transkription liefert die Basis für ein ordentliches Protokoll. Und weil kein Detail verloren geht, werden die Protokolle tatsächlich noch besser, als zuvor.

Recherche & Briefing

Claude und ChatGPT nutzen wir, um erste Einblicke zu strukturieren, Wettbewerbslandschaften zu skizzieren oder Zielgruppenprofile aufzubereiten. Wichtig: Das ist immer ein Ausgangspunkt, nie ein Endprodukt. Das strategische Urteil und die Einordnung bleiben bei uns.

Strukturierung & Konzepte

Ob Konzeptdokument, Präsentationsgliederung oder komplexes Briefing – KI hilft uns, Gedanken zu ordnen und Strukturen aufzubauen. Als Denkpartner für Struktur spart das Zeit, die wir lieber ins Inhaltliche investieren.

Fehler & Feinschliff

Wenn wir Aufbereitungen von unseren Grafik-Kolleg*innen erhalten und bereits mehrere Abstimmungsrunden hinter uns haben, lassen wir KI noch einmal querchecken: Stimmen alle Absätze? Passen Formulierungen und Rechtschreibung? Haben wir irgendwo etwas übersehen?

Was dabei nicht funktioniert hat

Ehrlichkeit geht in beide Richtungen. KI-Outputs sind nicht immer gut. Texte klingen manchmal zu generisch, Recherchen haben Lücken. Man lernt schnell, welche Aufgaben KI gut meistert und bei welchen man besser selbst denkt.

Der größte Irrtum, dem wir anfangs aufgesessen sind: KI spart automatisch Zeit. Tut sie nicht – zumindest nicht sofort. Gute Prompts schreiben ist eine Fähigkeit, die man erst lernen muss. In der Anfangsphase haben wir manchmal mehr Zeit mit Korrekturen verbracht, als wenn wir einfach selbst angefangen hätten.

KI ersetzt bei uns keine einzige Person. Aber sie gibt jeder Person im Team mehr Raum. Mehr Raum für strategischere Überlegungen, für bessere Beratung und mehr Zeit, um direkt mit den Kund*innen zu arbeiten. 

Was uns das alles gelehrt hat

Aufnahmefähig zu bleiben: für Neues, für Veränderung, für Tools, die die Arbeit verändern. Denn es ist wichtiger als die Entscheidung, ob man KI gut oder schlecht findet. Die Welt dreht sich weiter, ob wir mitmachen oder nicht. Also machen wir mit. Aber mit Haltung, mit Urteil und mit dem Anspruch, dass am Ende ein Ergebnis steht, hinter dem wir stehen können.

Wenn ihr Fragen habt, wie wir in gemeinsamen Projekten damit umgehen, sprecht uns einfach an. Das Gespräch führen wir gerne. Und das, ganz ohne KI. 🤭